Unser Unternehmen / History

Illustration:

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

willkommen auf der History-Seite der inprodi GmbH & Co KG.

inprodi wurde von mir -nach elf Jahren als Geschäftsführer eines Familienunternehmens- im Alter von 42 Jahren im August des Jahres 2005 gegründet und im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim eingetragen. Eine 49% ige Beteiligung hatte anfangs ein guter Freund, der selbst in einem Familienunternehmen sehr erfolgreich tätig ist, meine Beweggründe nachvollziehen konnte und von meinen Ideen begeistert war. Für ihn war dies ein temporäres Investment, für mich meine zweite Karriere.

inprodi steht seit dem für innovative Produkte und Dienstleistungen. Schwerpunkt war stets die Mobilität. In der vergangenen Zeit veröffentlichte ich zwölf Fachartikel, schrieb zwei Bücher und meldete zwei Gebrauchsmuster an; vieles zu Themen des Nahverkehrs und dem Bereich Ticketing. Mit Neuentwicklungen / neuen Produkten reagierten wir stets zeitnah auf unterschiedlichste Anfragen aus etlichen neuen Märkten.

Unsere Kernidee bei inprodi war das Finanzierungs- und Betreibermodell im Ticketing. Wir boten kommunalen Verkehrsbetrieben und privaten Transportunternehmen eine kluge Variante der Fahrscheinproduktion an. Anstelle des Kaufes von z.B. eines stat. Fahrscheinautomaten, der um 2005 ca. 25.000,- Euro gekostet hat, boten wir diesen für 400,- Euro im Monat zur Miete an. Ein ähnliches Modell wie das seit Jahrzehnten bekannte Autoleasing; nur für Automaten und im weiteren Schritt mit dem Service des Betreibens. Somit würde der Kunde ein Investment und Mittelabfluss in Millionenhöhe bei der Beschaffung sparen und für den täglichen Betrieb (Einsatz-und Instandhaltung, Wartung und Pflege) kein Personal benötigen.

Für die 24 Stunden Geldver- und -entsorgung hatten wir eine Lizenz von der Deutschen Bundesbank. Daher waren unsere Servicestationen an den Strecken unserer Kunden massivst gesichert und unsere Mitarbeiter besonders geschult und sensibel. Selbst bei monatlichen Millionenbeträgen von oder zu Automaten, ging kein Cent verloren!

Dieses Modell konnte sich aber wegen der permanenten Zuschusspolitik (noch) nicht dauerhaft durchsetzen. Die Schaffung eines Zweitmarktes war umso schwerer, als dass die Verkehrsbetriebe doch vorzogen, zwei bis drei Jahre um (verlorene) Zuschüsse zu kämpfen und dann eine Binde- und Haltefrist der neuen Automaten von nahezu 20 Jahren auferlegt zu bekommen, als bei inprodi Automaten zu mieten und diese alle sechs Jahre gegen neueste und dem Lebenszyklus angepasste auszutauschen. Also handelten wir auch mit Ticketdrucktechnologie, ob für die Nutzung in Bussen oder an Haltestellen, im Vorverkauf an Land, an Bord von Schiffen oder als Zutrittsberechtigung in der Luftfahrt und reüssierten im Verkauf dieser Technik.

Unsere Konzepte für eine Haltestelle als Mobilitätsdrehscheibe mit der Kombination von Kundeninformation, Fahrscheinverkauf, Energieerzeugung und Videoüberwachung wurden auf der InnoTrans Messe in Berlin 2008 ebenso begeistert besichtigt, wie unser Cockpitkonzept für den modernsten Fahrerarbeitsplatz, der eine einzigartige Entlastung des Fahrers (sitzender Schaffner) mit sich brachte. In einer Rundsäule waren alle damals neuesten bargeldlosen Bezahlmöglichkeiten untergebracht und in der Kabinentür war die Fahrscheindrucktechnik nebst Bargeldverarbeitung integriert.

Parallel zu, aber unabhängig von der Tesla Gründung im Jahre 2008, hatten wir schon erste Gespräche mit der Holdinggesellschaft eines deutschen Energiekonzerns im Bereich Energiedienstleistungen zu Ladesäulen. Wir wollten damals unsere Erfahrungen im elektronischen Zahlungsverkehr im ÖPNV, also der Abrechnung für die geladene Energie einbringen. Das Unternehmen war aber noch nicht soweit und plötzlich ging dann ab 2013 alles sehr schnell. Plötzlich waren am Markt viele unterschiedliche Ladestationsbetreiber, die als Vorläufer der heutigen Ladestationverordnung II entsprechende Verträge ( NFC, RFID, App., QR, PayPal, Smartphone, Website ) auch über ihre Partner anboten.

Wir gingen mit zahlreichen Ideen und Neuprodukten an den Markt. So entwickelten wir z.B. für einen technischen Überwachungsverein im Norden ein mobiles Prüfzentrum. Ein Omnibus diente 2009 als Basis und bot bis zu zwölf Prüflingen die Möglichkeit der Teilnahme an der Ausbildungsüberprüfung an fast jedem Ort/jeder Haltestelle, ob Großstadt oder Dorf. Variierende Prüfungsfragen wurden auf Tablets angeboten und in Echtzeit an Bord ausgewertet.

Die Teilnahme an Ausschreibungen hat uns 2010 zwei Siege über die Entwicklung und Lieferung für ein portables POS (Point of Sales) beschafft, welches bei einer international operierenden Organisation weltweit im Einsatz ist. Ein fünf jähriger Wartungsvertrag rundete dieses Paket ab. Diese P-POS sind komplett ( PC, Bildschirm, Bezahltechnik, zwei Bon-Drucker, Stromversorgung) in einem Behältnis untergebracht, schnell verlegbar und auch nach einer Fahrt durch die Wüste in Mali oder in Afghanistan einsatzbereit. Das Warenwirtschaftsprogramm ist mit einem Büro um Berlin verbunden und sorgt für eine Echtzeitinformation und eine stets aktuelle Datenbank.

Ein Konzeptvorschlag aus dem Jahre 2011 für eine deutsche Musikband aus Baden Württemberg wurde leider nicht umgesetzt. Die dort geplante NFC-Technologie im Bereich Eventzutritt und Abonnement war keine pure Personenidentifikation, sondern sie konnte auch für zahlreiche (Bezahl-) Funktionen genutzt, das Hintergrund-Softwaresystem zur Verwaltung und Post-Concert-Marketing eingesetzt werden.

Ab 2012 entwickelten wir die inprodi-SRS, eine Service und Recycling Station. Ein innovatives Produkt für das Sammeln von Sekundärrohstoffen, die wieder dem Produktionsprozess zugeführt werden können. Unsere Service und Sammelstationen sind mit Warenstationen und/oder Ticketsystemen kombinierbar und als Solitaire in öffentlichen Eingangsbereichen oder im Fluggast-/Sicherheitsbereich aufzustellen. Besonders gefragt sind diese beim Online Handel. Diese automatisierte Ausgabe- und Annahmestation minimiert die räumliche Distanz zwischen Händler und Kunde auf die „letzte Meile“, der mit dem 24/7 Modell an der Station seine Waren abholen oder zurück bringen kann. Eine Bündelung von durchschnittlich 100 Kunden auf einen Abholpunkt mit ansprechender Optik und einzigartigem Design. Insbesondere Baumärkte nutzen diese Station auch für ihre Verleihgeräte.

Aus den unterschiedlichsten Anfragen und Projekten der vergangenen 13 Jahre haben sich neben der generellen Ausrichtung für das Ticketing und die Mobilität, in den letzten fünf Jahren zwei weitere Aufgabenfelder ergeben. Primär das Projektmanagement (die Führung einer temporären Organisationseinheit, um ein spezielles Werk zu erstellen und diese zu einem definierten Termin und zu vorgegebenen Kosten zur Abnahme liefert), zu dem wir unser PISA Werkzeug einsetzen (Planung, Information, Steuerung und Analyse) und weiter Antworten zu der Frage “was ist, wenn…..?” , also die Beantwortung durch ein Notfallmanagement mit der Erstellung von Notfallplänen und deren Umsetzung in der Krise.

Auf solch ein unvorhersehbares, begrenztes Schadensereignis mit schwerwiegender Folge kann man sich i.d.R. mittels Notfallmanagement vorbereiten. Diesem dienlich sind Notfallpläne, die Prozesse, Verhaltensanweisungen und koordinierte Tätigkeiten beinhalten. Der Notfallplan umfasst Massnahmen, um direkte, aber auch kollaterale Schäden von Menschen, Sachwerten und Umwelt so gering wie möglich zu halten um schnell zur Normalität zurück zu kehren und einen geregelten Alltag wieder herzustellen. Hierzu gehört auch die Kommunikations-Kompetenz; gleichgültig, ob selbst verschuldet oder unvorhersehbar von außen kommend. Ohne professionelle Kommunikation gibt es kaum einen Weg aus der Krise.

Ab dem neuen Geschäftsjahr 2019 wollen wir uns neu ausrichten und all unsere Kraft, unsere Beratungsleistung und unser Engagement für die drei Aufgabenfelder

  • Mobilität und Ticketing
  • Projektmanagement
  • Krisen- und Notfallmanagement

einsetzen.

Bleiben Sie uns bitte treu und lassen Sie uns gemeinsam diese History-Seite fortschreiben.

Ihr

Christian Rupp